Kurz gesagt
Eine Wallbox mit 11 kW gibt es im ADAC-Angebot ab 410 €, die 22-kW-Variante ab 554 €. Die Montage an einem vorbereiteten Anschluss kostet rund 500 €, mit Leitungsweg und Wanddurchbrüchen werden daraus rund 1.250 € oder rund 2.200 €. Für den Großteil der Einfamilienhäuser bleibt es überschaubar: mehr als 70 % unter 1.500 € lag der Installationspreis laut ADAC-Partner e-mobilio.
Was kostet eine Wallbox mit Installation?
Rechnet man den günstigsten Gerätepreis mit der kleinsten und der größten Installationsstufe zusammen, landet man bei einer Spanne, die ehrlicher ist als jeder Festpreis in einer Anzeige. Für 11 kW sind das 910 bis 2.610 Euro, für 22 kW 1.054 bis 2.754 Euro.
Gerät plus Installation, rechnerisch
Startpreis des Geräts zuzüglich kleinster und größter Installationsstufe
Werte als Tabelle
| Posten | von | bis |
|---|---|---|
| Wallbox 11 kW | 910 € | 2.610 € |
| Wallbox 22 kW | 1.054 € | 2.754 € |
Die untere Grenze gilt nur, wenn am Stellplatz bereits ein passender Anschluss liegt. Das ist in Neubauten häufig, in Bestandsgaragen selten. Die obere Grenze beschreibt den Normalfall mit längerem Leitungsweg, also den Fall, für den Sie Angebote einholen sollten.
Der Preis des Geräts
Zwischen einer schlichten 11-kW-Box und einem Modell mit Lastmanagement, Zugangskontrolle und Eichrechtskonformität liegen mehrere hundert Euro. Für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber oder mit Mietern braucht es einen geeichten Zähler, für das reine Laden zu Hause nicht.
Eine 22-kW-Box zu kaufen, weil sie auf dem Papier doppelt so schnell lädt, geht oft ins Leere: Viele Fahrzeuge nehmen an Wechselstrom ohnehin nur 11 kW an, und die Anmeldung wird aufwendiger. Was das im Verfahren bedeutet, steht in Wallbox anmelden.
Die Arbeit des Elektrikers
Der ADAC nennt für Einfamilienhäuser drei Stufen, die sich vor allem im Leitungsweg unterscheiden. Sie sind ein guter Maßstab, um ein Angebot einzuordnen.
Installationspreise nach Aufwand
Einfamilienhaus, Angaben des ADAC-Wallbox-Angebots
Werte als Tabelle
| Posten | Preis |
|---|---|
| Montage an vorbereitetem Anschluss | 500 € |
| Bis 10 m Leitung, zwei Wanddurchbrüche | 1.250 € |
| Bis 20 m Leitung, drei Durchbrüche, Überspannungsschutz | 2.200 € |
Diese Beträge sind Paketpreise eines Anbieters, keine Handwerkstarife. Ein örtlicher Betrieb rechnet meist nach Stunden und Material und kann darunter oder darüber liegen. Als Orientierung taugen sie trotzdem, weil sie die Reihenfolge der Kostentreiber richtig abbilden.
Woran der Preis wirklich hängt
- Leitungsweg: Jeder Meter Kabel zwischen Zählerschrank und Stellplatz kostet Material und Zeit.
- Wanddurchbrüche: Beton dauert länger als Leichtbau, Außenwände länger als Innenwände.
- Zählerschrank: Ist kein Platz für den zusätzlichen Leitungsschutz- und Fehlerstromschutzschalter, wird umgebaut.
- Überspannungsschutz: In der größten Stufe des ADAC-Pakets ist er enthalten, in den kleineren nicht.
- Außenmontage: Ein Carport oder eine freistehende Garage bedeutet Erdarbeiten oder eine Leitung an der Fassade.
Deshalb kann kein Angebot ohne Blick auf das Haus seriös sein. Wer online einen Festpreis nennt, meint die kleinste Stufe und rechnet den Rest später nach.
Was noch dazukommt
Zwei Punkte gehören in jede Planung, auch wenn sie keine Rechnung des Elektrikers sind. Erstens die Meldung an den Netzbetreiber: Ladeeinrichtungen brauchen eine Mitteilung vor der Inbetriebnahme, und ab einer Summen-Bemessungsleistung über 12 kVA zusätzlich seine Zustimmung. Zweitens die Steuerbarkeit: Anlagen mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung, die seit dem 1. Januar 2024 installiert wurden, fallen unter § 14a EnWG. Die notwendige Steuerungstechnik ist Teil des Angebots, fragen Sie also danach.
Ob Ihr Netzbetreiber für die Steuerung einen anderen Zähler einbaut und was das kostet, steht in seinen Preisblättern. Wir nennen dafür bewusst keine Zahl, weil sie regional unterschiedlich ist.
Angebote vergleichen
Drei Fragen trennen ein belastbares Angebot von einer Hausnummer:
- Ist die Leitungslänge im Angebot genannt, und wer misst sie nach?
- Sind Fehlerstromschutz, Leitungsschutz und gegebenenfalls Überspannungsschutz einzeln aufgeführt?
- Übernimmt der Betrieb die Anmeldung beim Netzbetreiber? Laut ADAC ist das meist über den Elektrofachbetrieb der übliche Weg.
Wie sich die laufenden Kosten danach entwickeln, rechnet der Ladekosten-Rechner aus. Und falls Sie zur Miete wohnen, klären Sie die Erlaubnis vor dem Angebot: Mieter und WEG.