Der größte laufende Posten ist der Strom, und sein Preis schwankt je nach Ladeort um mehr als das Dreifache. Die übrigen Posten sind kleiner, aber gut belegbar.
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Drei Posten lassen sich mit amtlichen oder benannten Quellen belegen. Versicherung und Wartung hängen zu stark vom Modell ab, um sie pauschal zu beziffern.
Kurz gesagt
Bei 15.000 km im Jahr und einem Verbrauch von 15,5 kWh/100 km braucht ein Auto rund
2.325 Kilowattstunden im Jahr. Je nach Ladeort kostet das zwischen 419 € und 1.395 €.
Dazu kommt die Kfz-Steuer, von der reine Elektroautos befreit sind, wenn sie bis Erstzulassung bis 31.12.2030
zugelassen wurden, und zwar für zehn Jahre.
Was der Strom im Jahr kostet
Die Rechnung ist simpel, die Spreizung ist es nicht. Wir nehmen die vier Preisszenarien, mit denen der ADAC seinen
Kostenvergleich rechnet, und wenden sie auf denselben Jahresbedarf an.
Stromkosten im Jahr bei 2.325 kWh
Rechenbeispiel: 15.000 km im Jahr, Verbrauch 15,5 kWh/100 km, Preisszenarien des ADAC
Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegen 977 € im Jahr. Das ist der eigentliche
Grund, warum sich eine Wallbox zu Hause rechnet: nicht wegen der Ladegeschwindigkeit, sondern wegen des Preises je
Kilowattstunde. Mit Ihren eigenen Zahlen können Sie das im Ladekosten-Rechner nachrechnen.
Zur Einordnung der Preisniveaus: Der Branchenverband BDEW nennt für 2026 einen Haushaltsdurchschnitt von 37,0 ct/kWh, amtlich erhoben hat das Statistische Bundesamt für das zweite Halbjahr 2025 40,55 ct/kWh.
Kfz-Steuer für Elektroautos
§ 3d KraftStG befreit reine Elektrofahrzeuge von der Kfz-Steuer. Die Befreiung gilt bei Erstzulassung bis 31.12.2030 für zehn Jahre ab dem Tag der Erstzulassung, längstens bis 31.12.2035.
Zulassung bis 31.12.2030 . Nur Fahrzeuge in diesem Zeitfenster fallen unter die Befreiung.
Laufzeit
Zehn Jahre ab Erstzulassung . Die Frist läuft fahrzeugbezogen, nicht kalenderjahrbezogen.
Spätestens
Ende am 31.12.2035 . Danach greift die Besteuerung unabhängig von der Restlaufzeit.
Netzentgelt nach § 14a
Wer eine steuerbare Wallbox betreibt, bekommt ein reduziertes Netzentgelt. Das ist kein Almosen, sondern
die Gegenleistung dafür, dass der Netzbetreiber in seltenen Spitzen eingreifen darf. Zur Wahl stehen die pauschale
Reduzierung von 110 bis 190 € brutto im Jahr und die prozentuale Variante mit 60 % weniger Arbeitspreis,
die einen eigenen Zählpunkt voraussetzt.
Gemessen an den Stromkosten oben ist das ein spürbarer Posten, vor allem bei kleinen Fahrleistungen. Die Details
stehen in § 14a EnWG erklärt.
Die teuerste Gewohnheit
Wer unterwegs ohne Vertrag lädt, zahlt den Ad-hoc-Preis. Der ADAC beziffert den Aufschlag mit bis zu 62 % teurer gegenüber Tarifen ohne monatliche Grundgebühr. Eine Ladekarte im Handschuhfach kostet nichts und spart bei jeder
Fahrt, die nicht zu Hause endet. Die Preise nebeneinander stehen in Ladetarife vergleichen.
Was wir nicht beziffern
Versicherung, Wartung, Reifen und Wertverlust hängen so stark vom Modell ab, dass jede Pauschale in die Irre führt.
Der ADAC berücksichtigt in seinem Kostenvergleich sämtliche Betriebs- und Wartungsaufwände, veröffentlicht sie aber
fahrzeugbezogen. Wenn Sie ein konkretes Modell vergleichen wollen, ist das die bessere Quelle als jede Faustregel.
Alle Jahreswerte oben sind Rechenbeispiele aus den genannten Quellen. Ihr tatsächlicher Verbrauch hängt von
Fahrprofil, Jahreszeit und Ladeverlusten ab.
Redaktion Wallboxkosten
[PLATZHALTER: Name und fachliche Qualifikation der verantwortlichen Autorin oder des verantwortlichen Autors vor
Livegang eintragen.] Zuletzt fachlich geprüft am 12.09.2026. Wie wir Zahlen auswählen und
aktualisieren, steht in der Methodik.